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Hymnen des Mesomedes: Invokation der Muse und der Muse Kalliope (2. Jh. n. Ch.), Vincenzo Galilei, »Dialogo della musica antica et della moderna«, Florenz, Giorgio Marescotti, 1581

Zurück blättern!Vor blättern!Vincenzo Galilei
(Santa Maria a Monte [Pisa] um 1520 - Florenz 1591)

Musiktheoretiker, Komponist, hervorragender Lauten- und Violenspieler, gibt 1581 seinen wichtigsten Traktat heraus, den »Dialogo della musica antica et della moderna«. Seine Forschertätigkeit führt ihn zur Entdeckung einiger Musikbeispiele der griechischen Antike, die er im Dialogo herausgibt, ohne sie jedoch zu übertragen. Sie erhärten die Maxime, die dem »Dialogo« zugrundeliegt: den Wunsch nach Rückkehr zur Praxis der »musica antica«, verstanden als einstimmige Musik mit Instrumentalbegleitung, im Gegensatz zur Komplexität und Fremdheit der niederländischen Kontrapunktik. Galilei nimmt seit 1579 an den Diskussionen der »Camerata fiorentina« teil. Er ist der Vater des Galileo Galilei und vereint bewusst sein theoretisches Interesse mit der Virtuosität des Instrumentalisten, indem er dem spekulativen Element sogleich die praktischen Ergebnisse folgen läßt. Sein Ziel sind die »virtuosi affetti«, die nur in der begleiteten Monodie weit ab von der Kompliziertheit des »cantar a più voci« zu verwirklichen sind.

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